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Kleine Ortsgeschichte

Wasserzell, der kleine Ort an der Rezat dürfte so etwa 1000 Jahre oder älter sein. Genaues lässt sich nicht nachweisen. Außer der Kirchengeschichte, die sich weniger auf Aufzeichnungen als vielmehr auf Deutungen aus den unterschiedlichen Baustilen begründet, ist von Wasserzell nicht viel zu berichten. Erste genauere Angaben ergeben sich bei Franz Xaver Buchner, Das Bistum Eichstätt- Statistische Beschreibungen.. II Bd. Eichstätt 1938, Seite 541. Dort wird der Bau der kleinen Kirche St. Stephanus in die Anfangszeit des 11 Jahrhunderts gesetzt. Ein paar Gehöfte wird es wohl zu dieser Zeit auch schon in Wasserzell gegeben haben. Ein erster Beleg für Wasserzell findet sich erst im Jahr 1358. Damals (ein genauer Tag wird nicht genannt) veräußerte Konrad Vechter zu Wasserzell die jährliche Gült (die grundherrschaftlichen Abgaben) aus einer Wiese und aus Äckern an zwei Chorherren des alten Stifts Spalt. In dieser Zeit haben verschiedene Nürnberger Geschlechter Beisitz in Wasserzell erworben. Im Jahr 1368 findet sich auch die vermutlich erste Erwähnung eines Wasserschöpfrades in Franken. Die in der Kirche befindlichen Fresken stammen vermutlich aus der Zeit um 1400. Auch ein Friedhof mit einer Mauer war um die Kirche angelegt. Im 30-jährigen Krieg wurde diese zerstört und die letzte Beerdigung in Wasserzell fand im Jahre 1638 statt. Erst mit der Säkularisation, Anfang des 19. Jahrhunderts, finden sich Aufzeichnungen in den Archiven. Wasserzell ist bis nach dem 2. Weltkrieg ein kleines Dorf geblieben. Erst ab den 50-er Jahren des letzten Jahrhunderts wurden immer mehr Siedlungshäuser im Süden und Osten des Dorfes gebaut. Gegen Ende der 90-er Jahren kam dann das große Baugebiet „Wasserzell/Ost“ mit über 60 Bauplätzen dazu. Heute leben in Wasserzell rund 330 Einwohner.

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Wasserzell um 1824

Wasserzell /Altort 2009

Wasserzell 2009

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